Litteera Autoren Verlag
2009
ISBN 978-3-906731-32-2
CHF 31.-/EUR 21.-

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Fladehus, Robert Walser, Seelig & Co.

oder: die Frau, die alle Probleme löst

Erzählungen

Die Erzählungen und Geschichten von Werner Bucher sind hautnah an den Realitäten unseres Lebens. Da wird geträumt, geliebt, gehofft, gelitten, und zwar von Kindern, verbitterten Erwachsenen, von Menschen am Rand — und hin und wieder wird von ihnen doch Neues angestrebt. Und was Barbara Traber über Buchers Entwicklungsroman „Unruhen“ im Berner „Bund“ zu Recht geschrieben hat, gilt genauso fürs vorliegende Buch: „Vor der Lektüre sei gewarnt, ich habe zwei Nächte lesend verbracht.“
Darum wünschen wir Ihnen von der Seite unseres Verlages beim Lesen vorliegender Erzählungen zwei gute Nächte — oder Tage. Und so sehr die Hauptfiguren dem Dunkeln, Trostlosen entfliehen wollen, immer wird Hoffnung und Neues erahnbar. Denn Bucher gehört nicht zu den Autoren, die verbissen heutige Verhältnisse und Ungerechtigkeiten angreifen. Sein Anliegen ist neben den im Schatten lebenden Menschen in erster Linie die Sprache, das Eintauchen in Schicksale, Entwicklungen, die Spannung und Neugier erzeugen und seine Geschichten vorantreiben. Geradezu filmisch beschwört der Autor die Suche seiner Figuren nach Licht, nach Helle, nach einer guten und lebbaren Zukunft. Und was die letzte Geschichte dieses Buches betrifft: Wir empfehlen Ihnen, sie laut zu lesen und nicht zu oft auf die zahlreichen Fussnoten zum Vorderland-Dialekt zu schielen. So verstehen Sie, was der Unterstützung und Liebe suchende Appenzeller Bauer und Bergwirt denkt und fühlt, wie er mit seiner Einsamkeit umgeht — und, davon sind wir überzeugt, Sie werden ihm wünschen, dass er nicht in seiner Sehnsucht verharrt, sondern einen Weg aus seiner Misere findet.

Raffiniert zudem, dass Bucher immer wieder seinen Stil wechselt und die Optik verändert. Einmal kommen die Geschichten mit inneren Monologen daher, hierauf mit den Dialogen zweier Geborgenheit suchender Kinder, hernach wortet er den Zorn eines von den Behörden fichierten Mannes aus, dann beschäftigen ihn zwei seltsame Österreicher Frauen, die in Bregenz aus verschiedenen Gründen Gräber aufsuchen und in einer anderen Geschichte holt er Robert Walser in unsere Gegenwart zurück.


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