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"Wer die Gedichte in einem Zug liest, dem dreht sich alles wie nach einigen Gläsern Grappa auf nüchternen Magen ... Die Gedichte bleiben nicht papieren und blass, sie säuseln nicht ins Gemüt. Da ist eine Kraft zu spüren wie bei Rimbaud und Ferlinghetti, aber auch die mitleidende Weltsicht eines W.C. Williams. Stellt man noch Pavese hinzu, ist ein poetischer Kosmos abgesteckt und ein literarisches Bezugssystem hergestellt. Man greift nicht zu hoch damit, ganz gewiss nicht."

Jürgen Stelling


"... keine Versfüsse, die sich zum Abheben, Schweben und Schwärmen bereit machen. Die Gedichte gleichen Spuren, die schauen lassen, wie Bucher mit den Füssen auf dem Boden steht ..."

René Sommer


"Die Figuren leben nicht im luft- und keimfreien Raum; alles ist untrennbar miteinander verbunden: Landschaft, Beiz, Tiere, Träume, Freude - und ... eine gute Portion Wut über Poesie- und Lebensverhinderer."

Beat Brechbühl


"Die Sprache ist ungeschminkt, manchmal explosiv, dann wieder stotternd, atemlos. Sie erinnert oft an den Rhythmus der Beat-Generation. Die Zeile wird gejagt, bis sie abbricht und die nächste den Impuls weiterträgt zum unerbittlichen Ende ... Bei guter Gelegenheit zeigt der Wutentbrannte, Nachdenkliche, Wehmütige ein leicht angeheitertes Blinzeln. Doch er kann gleich wieder bissig werden, wenn ihm Aufschneider und Möchtegerne zu laut in die Quere kommen. Aus Hölderlins gefühlvollem Freund und Gefolgsmann wird dann ein scharfer Hund, der nicht leicht an der Leine zu halten ist. Aus solch spontanem Wechselspiel entstehen starke Gedichte, die zum Unparfümiertesten und zugleich Beherrschtesten gehören, was die Schweizer Lyrik deutscher Sprache momentan zu bieten hat."

Ueli Schenker, Die Ostschweiz


"Buchers Gedichte sind nicht schöngeistig, sondern handfest und erdverbunden. Erst nach einer Weile des Lesens beginnt ihre Sensibilität aufzuscheinen, und es wird klar, dass Bucher seismographisch Erschütterungen aufzeichnet und protokolliert, die ihre Ausläufer weit in die Tiefe schicken."

Hans Jürg Etter, St. Galler Tagblatt


"Dieser Autor hat etwas zu sagen ... Er versteht es in klarer und überzeugender Weise, seinem Lebensgefühl, gesättigt mit dichten und unzähligen Erfahrungen verschiedenster Art, Ausdruck zu verleihen. Hier herrscht eine Weite der Empfindung und des Denkens vor, die in neue Dimensionen vorzustossen vermag. Hervorstechend ist eine Daseinszuversicht, jenseits jeder billigen Effekthascherei. Das wirkt durch und durch echt: 'und bleiben wird, was bleiben soll'."

Der kleine Bund, Bern


"Werner Buchers Gedichte sind weltgeschichtliche Betrachtungen im Kleinformat, mit scheinbar lockerer Hand in der Kneipe skizziert. Dabei ist der Gestus weit ausholend, aber frei von jedem Pathos. Nüchternheit dominiert, Wehmut wird in verschämter Form zugelassen (...) Zu Anwandlung von Zartheit gesellt sich als Gegenspielerin die Deftigkeit. Kein Blatt wird vor den Mund genommen. Buchers Könnerschaft behauptet sich indessen in der Durchdringung sogenannt einfacher Szenen, so dass sich jene unverkennbare Mischung ergibt, die bisweilen an Charles Bukowski erinnert. Schlackenlos sind die gelungenen Gedichte, von jenem fast traurigen Witz wie das 'Bittgebet', das sich im 'Vater unser'-Ton an Mörike wendet."

Neue Zürcher Zeitung


"'Small is beautiful': das kennzeichnet auch den Gestus von Werner Buchers Gedichten, die - so möchte ich behaupten - ziemlich einzigartig dastehen in der deutschsprachigen, vermutlich überhaupt der europäischen Lyrik. (Die einzigen Pendants, die ich auf Anhieb zu nennen wüsste, sind Charles Bukowski und ein paar übersetzte arabische Exil-Lyriker.)"

Alexander J. Seiler, "Pro Litteris"


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